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Wiener Gemeindebezirke

Wien gliedert sich politisch in 23 Gemeindebezirke. Von den Wienern werden die Bezirke in der Regel nicht mit ihrem Namen, sondern mit ihrer Nummer bezeichnet ("17. Bezirk"). Diese Nummern befinden sich auf jedem Straßenschild vor dem Straßennamen ("17., Pezzlgasse") und bilden auch die 2. und 3. Stelle der Postleitzahl ("1010" für den 1. Bezirk bis "1230" für den 23. Bezirk).

  1. Innere Stadt
  2. Leopoldstadt
  3. Landstraße
  4. Wieden
  5. Margareten
  6. Mariahilf
  7. Neubau
  8. Josefstadt
  9. Alsergrund
  10. Favoriten
  11. Simmering
  12. Meidling
  13. Hietzing
  14. Penzing
  15. Rudolfsheim-Fünfhaus
  16. Ottakring
  17. Hernals
  18. Währing
  19. Döbling
  20. Brigittenau
  21. Floridsdorf
  22. Donaustadt
  23. Liesing

Umgangssprachlich wird manchmal anstelle der Bezeichnung "Bezirk" auch "Hieb" verwendet.

Die Bezirke 1 bis 9 und 20 gelten als Innenbezirke (auch innerhalb des Gürtels gelegen bezeichnet, obwohl das für den 2., 20. und Teile des 3. Bezirks nicht stimmt), alle anderen werden als Außenbezirke bezeichnet.

Inhaltsverzeichnis
1 Bezirksteile
2 Geschichte
3 Politik
4 Weblinks:

Bezirksteile

Da die Stadt im Laufe der Jahrhunderte durch laufende Eingemeindungen ehemaliger Vororte entstand, findet man diese Namen noch immer (teilweise als Katastralgemeinden) der einzelnen Bezirke wieder.

1. Innere Stadt
2. Leopoldstadt

  • Jägerzeile
Leopoldstadt
Zwischenbrücken
3. Landstraße
Erdberg
Weißgerber
4. Wieden
  • Hungelbrunn
Schaumburgergrund
Wieden
5. Margareten
  • Hundsturm
Laurenzergrund
Margareten
Matzleinsdorf
Nikolsdorf
Reinprechtsdorf
6. Mariahilf
  • Gumpendorf
Laimgrube
Magdalenengrund
Mariahilf
Windmühle
7. Neubau
  • Altlerchenfeld
Neubau
Sankt Ulrich
Schottenfeld
Spittelberg
8. Josefstadt
  • Alsergrund
Altlerchenfeld
Breitenfeld
Josefstadt
Strozzigrund
9. Alsergrund
  • Alservorstadt
Althangrund
Himmelpfortgrund
Lichtental
Michelbeuern
Roßau
Thurygrund
10. Favoriten
  • Favoriten
Inzersdorf
Neulaa
Oberlaa
Rothneusiedl
Unterlaa
11. Simmering
  • Albern
Kaiserebersdorf
Neu-Albern
Simmering
12. Meidling
  • Altmannsdorf
Gaudenzdorf
Hetzendorf
Obermeidling
Untermeidling
13. Hietzing
  • Hietzing
Hacking
Lainz
Ober Sankt Veit
Unter Sankt Veit
Speising
14. Penzing
  • Baumgarten
Breitensee
Hadersdorf-Weidlingau
Hütteldorf
Penzing
15. Rudolfsheim-Fünfhaus
  • Rudolfsheim (Braunhirschen, Reindorf, Rustendorf)
Fünfhaus
Sechshaus
16. Ottakring
Ottakring
17. Hernals
Dornbach
Neuwaldegg
18. Währing
Pötzleinsdorf
Währing
Weinhaus
19. Döbling
Heiligenstadt
Kahlenbergerdorf
Josefsdorf
Neustift am Walde
Nußdorf
Oberdöbling
Salmannsdorf
Sievering
Unterdöbling
20. Brigittenau
  • Brigittenau
Zwischenbrücken
21. Floridsdorf
  • Donaufeld
Floridsdorf
Großjedlersdorf
Jedlesee
Leopoldau
Neujedlersdorf
Stammersdorf
Strebersdorf
22. Donaustadt
Breitenlee
Eßling
Hirschstetten
Kagran
Kaisermühlen
Lobau
Neueßling
Stadlau
Süßenbrunn
23. Liesing
  • Atzgersdorf
Erlaa
Inzersdorf
Kalksburg
Liesing
Mauer
Rodaun
Siebenhirten

Geschichte

Die ursprüngliche Stadt Wien bestand nur aus der Inneren Stadt. Ab dem 15. Jahrhundert erfolgte auch vor der Stadtmauer eine intensivere Besiedlung. Die Gemeinden zwischen Stadtmauer und dem 1707 errichteten Linienwall (im Bereich des heutigen Gürtels) nannte man "Vorstädte". Zur Vereinfachung der Verwaltung wurde 1849 beschlossen, diese Orte einzugemeinden, was dann 1850 geschah. Sie wurden in die Bezirke 1. - 8. eingeteilt. Durch Teilungen entstanden später 10 Bezirke.

Außerhalb des Linienwalles befanden sich die so genannten Vororte. Da der Linienwall eine Steuergrenze war, war das Leben dort viel billiger. Aus diesem Grund zogen sich die Verhandlungen zur Eingemeindung ca. 20 Jahre dahin. 1892 wurden dann die Vororte als die Bezirke 11. - 19. eingemeindet. 1900 wurde der 20. Bezirk vom 2. abgetrennt. 1904 wurde die auf der östlichen Donauseite gelegene Großgemeinde Floridsdorf als 21. Bezirk Teil von Wien.

Nach dem Anschluss im Jahr 1938 wurden 97 niederösterreichische Ortschaften nach einer Verordnung des damaligen Wiener Bürgermeisters Neubacher vom 15. Oktober 1938 eingemeindet, wodurch Wien "flächengrößte deutsche Stadt" wurde und als Groß Wien bezeichnet wurde. Die Bezirksanzahl stieg auf 26 (22. Bezirk: Groß-Enzersdorf, 23. Bezirk: Schwechat, 24. Bezirk: Mödling, 25. Bezirk: Liesing, 26. Bezirk Klosterneuburg). Die Orte Breitenfurt, Laab im Walde, Perchtoldsdorf, Vösendorf und Hennersdorf blieben nicht beim Bezirk Mödling sondern wurden dem Bezirk Liesing zugeschlagen. Diese neuen Bezirke wurden als Landbezirke mit den Randgemeinden bezeichnet.

Nach dem Ende des Zweiten Weltkriegss wurde beschlossen, dies rückgängig zu machen, doch scheiterte das am Widerstand der Sowjets im Kontrollrat. Dabei entstand die Situation, dass die Bürger dieser Bezirke ihre Mandatare für den niederösterreichischen Landtag wählten. Diese Mandatare hatten aber dort kein Stimmrecht. Umgekehrt wurden die Randgemeinden von der Wiener Gemeindeverwaltung verwaltet, hatten aber keine Vertretung im Wiener Gemeinderat.

Erst 1954 stimmten auch die Sowjets der Wiederausgliederung der Randgemeinden zu. Zu dieser Zeit hatten sich die Bürger vielfach aber schon an die Zugehörigkeit zu Wien gewöhnt. Die Gemeinde Wien selbst warb um ein Verbleiben im Stadtverband. Es fanden sogar Nichtoffizielle Volksabstimmungen statt, wie in der Stadt Mödling und Klosterneuburg. Diese hatten aber keine Relevanz für die bereits 1945 getroffene Entscheidung. Nur der 22. und 25. Bezirk (als 23. Bezirk) und etliche Gemeinden am Stadtrand verblieben somit bei Wien. 46 Gemeinden kamen zurück zu Niederösterreich. Wien verlor dadurch auch zwei Drittel seiner Fläche.

Folgen sind heute nur mehr beispielsweise bei der Strom- und Gasversorgung sichtbar. Vor allem die Stromversorgung erfolgt größtenteils noch immer durch die in Wien ansässige Wien-Energie und nicht durch die EVN.

Politik

Das Oberhaupt des Bezirks ist der Bezirksvorsteher. Er wird immer von der stimmenstärksten Partei bei den Bezirksvertretungswahlen gestellt, einer seiner beiden Stellvertreter ebenfalls. Der zweite Stellvertreter gehört normalerweise der zweitstärksten Partei an. Dabei stellen die Grünen den Bezirksvorsteher im 7. Bezirk, die ÖVP in den bürgerlichen Innenbezirken 1, 4, 8 und den Villenvierteln 13, 18 und 19. In allen anderen Bezirken wird der Bezirksvorsteher von der SPÖ gestellt (alle Angaben auf Grund der Bezirksvertretungswahlen 2001).

2002 wurde auch das Wahlrecht bei den Bezirkswahlen auch für Nicht-EU-Bürger, die mindestens fünf Jahre in Wien ihren Wohnsitz haben, gesetzlich verankert. Dieses Gesetz wurde jedoch 2004 vom Verfassungsgerichtshof auf Grund einer Beschwerde der FPÖ und der ÖVP wieder aufgehoben.

Weblinks:



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