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Schundliteratur

Schundliteratur ist ein Begriff, mit dem angeblich unmoralische oder verderbliche Literatur angeprangert wird. Zur Zeit des den Begriff prägenden Schmutz- und Schundgesetzes der Weimarer Republik von 1926 ging es vor allem gegen Romane oder Druckwerke mit unverhohlen sinnlichem Inhalt. Die Definition von "Schund" hat sich seitdem verändert, der Begriff hält sich aber weiterhin.

Ehemals zum Schund gerechnete Romane werden manchmal erst nach Jahrzehnten rehabilitiert, wie es zum Beispiel bei den wegen Obszönität indizierten Werken des englischen Autors D. H. Lawrence der Fall war.

Heute werden umgangssprachlich Bücher von literarisch minderer Qualität (oder solche, die dafür gehalten werden), als "Schund" bezeichnet.

Mit dem Lied bzw. a Cappella-Chorwerk "Schundromane lesen" bekam dieses Genre durch Paul Hindemith zu Nazi-Zeiten eine ungewöhnliche und anstößige musikalische "Ehrung":
Das ist das Schönste: auf der Tre-ppe hocken! Und mit Nat Pinkerton durch London zieh'n ...

Siehe auch: Zensur, Pitigrilli, FSK, Trivialliteratur, Höhenkammliteratur



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