Schloss Wilhelmshöhe
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Geschichte
An der Stelle des früheren Klosters Weißenstein der Augustinermönche ließ Landgraf Moritz von Hessen-Kassel 1606 - 1610 ein Jagdschloss erbauen.
Die heutige klassizistische Form entstand 1786 - 1798 nach mehrfach geänderten Entwürfen der Architekten Simon Louis du Ry und Heinrich Christoph Jussow. Schloss Wilhelmshöhe diente Landgraf Wilhelm IX., dem späteren Kurfürst Wilhelm I, als Wohnschloss. Zur Zeit der Herrschaft Napoléons über Europa war das Schloss der Herrschaftssitz Jérôme Bonapartes, des Bruders Napoléons und zugleich Königs von Westfalen, dessen Residenzstadt Kassel war. Unter Jérômes Herrschaft bis 1813 wurde das Schloss Napoléonshöhe genannt, von der Jérôme das Königreich Westfalen regierte. Später wurde Napoléon III im Schloss unter Arrest gestellt, nachdem er bei der Schlacht von Sedan im Deutsch-französischen Krieg gefangen genommen worden war. 1972 trafen sich im Schloss Willy Brandt und Willi Stoph zu deutsch-deutschen Gesprächen.
Heutige Nutzung
Das Schloss ist heute eines der bedeutendsten Museen in Kassel, in seinem Inneren befindet sich:
- die Antikensammlung
- die Gemäldegalerie alter Meister mit u.a. Werken der altdeutschen Malerei (Albrecht Altdorfer, Albrecht Dürer) und vornehmlich italienische, spanische und niederländische Malerei des Barock (Tizian, Rembrandt, Franz Hals, Rubens etc.)
- die Graphische Sammlung
- sowie vereinzelte Wechselausstellungen
- in der historischen Kapelle hält die protestantische Gemeinde ihre Gottesdienste ab.
Weblinks