Schlacht auf den Katalaunischen Feldern
Der Kampf begann am Nachmittag und dauerte die gesamte Nacht an. Im unübersichtlichen und weiträumigen Gelände zerfiel das Kampfgeschehen in zahlreiche Einzelgefechte, während derer unter anderem der westgotische König Theoderich fiel. Als sein Nachfolger wurde unmittelbar nach der Schlacht sein Sohn Thorismund zum König der Westgoten ernannt.
Das Schlachtfeld lag vermutlich nahe dem heutigen Châlons-en-Champagne in Frankreich, ist aber bisher nicht archäologisch belegt. Die vermutete Zahl der in der Schlacht auf beiden Seiten Gefallenen variiert in den Quellen zwischen 165.000 (Jordanes) und mehr, doch sind diese kaum realistisch und entsprechen vielmehr der antiken historiographischen Tradition.
Die Schlacht auf den Katalaunischen Feldern war der entscheidende Rückschlag für den Eroberungszug der Hunnen durch Europa, der drei Generationen lang Europa in seinen Grundfesten erschüttert hatte, mit dem Tod Attilas 453 sein Ende fand und zugleich der Schauplatz des letzten Sieges des weströmischen Heeres.
- Siehe auch: Portal und Themenliste Rom, Liste von Kriegen, Liste von Schlachten, Liste der Schlachten von weltgeschichtlicher Bedeutung, Mongolenfleck
Literatur
- Gerhard Wirth: Katalaunische Felder, in: Lexikon des Mittelalters, Bd. 5, Sp. 1058f. (Literatur)