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Saarbrücken

Wappen Karte
Wappen
Basisdaten
Bundesland: Saarland
Landkreis: Stadtverband Saarbrücken
Fläche: 167,07 km²
Einwohner: 183.257 (Oktober 2004)
Bevölkerungsdichte: 1.096 Einwohner je km²
Höhe: 190 m ü. NN
Postleitzahlen: 66001-66133 (alt: 6600)
Vorwahlen: 0681, 06893, 06897,
06898, 06805
Geografische Lage: {}
Kfz-Kennzeichen: SB
Gemeindeschlüssel: 10 0 41 100
Stadtgliederung: 4 Stadtbezirke mit
20 Stadtteilen
Adresse der
Stadtverwaltung:
Rathaus St. Johann
66111 Saarbrücken
Offizielle Webseite: www.saarbruecken.de
E-Mail-Adresse: kundenberatung@saarbruecken.de
Politik
Oberbürgermeisterin: Charlotte Britz (SPD)
Stadtrat:
(Wahl am 13. Juni 2004)
CDU 37,9% (-4,6) - 28 Sitze (-1)
SPD 33,5% (-6,3) - 24 Sitze (-4)
GRÜNE 9,4% (+0,8) 7 Sitze (+1)
FDP 5,8% (+1,1) - 4 Sitze (+4)
Andere 13,4% (+9,0) - 0 Sitze (=)
Saarbrücken ist die Landeshauptstadt, größte Stadt und einzige Großstadt (seit 1909) des Saarlandes. Die Universitätsstadt ist das politische, wirtschaftliche und kulturelle Zentrum des Saarlandes. Sie bildet das einzige Oberzentrum des Landes und ist Sitz des Stadtverbands Saarbrücken, eines Kommunalverbandes besonderer Art, vergleichbar einem Landkreis.

Nächst gelegene größere Städte sind Karlsruhe (etwa 100 km östlich) und Mannheim (rund 130 km nordöstlich), außerdem Frankfurt am Main (220 km nordöstlich), Metz (F) (80 km westlich), Nancy (F) (120 km südwestlich), Reims (F) (250 km westlich) und Paris (F) (400 km westlich).

Inhaltsverzeichnis
1 Geografie
2 Geschichte
3 Politik
4 Wirtschaft und Infrastruktur
5 Kultur und Sehenswürdigkeiten
6 Persönlichkeiten
7 Literatur
8 Weblinks

Geografie

Saarbrücken liegt in einer durch die Saar geschaffenen breiten Talaue und weiten Terrassenflächen des Flusses. Der nördliche Talrand wird von einer langen Kette von Höhenvorsprüngen besäumt. Am südlichen Stadtrand ziehen sich die Höhen des Stiftswaldes und des Roten Berges hin. Westlich liegt der Warndt.

Nachbargemeinden

Folgende Städte und Gemeinden grenzen an die Stadt Saarbrücken, sie werden im Uhrzeigersinn beginnend im Norden genannt:

Quierschied und Sulzbach (Saar) (Stadtverband Saarbrücken), St. Ingbert und Mandelbachtal (Saarpfalz-Kreis), Kleinblittersdorf (Stadtverband Saarbrücken), Alsting, Spicheren und Forbach (alle in Frankreich) sowie Großrosseln, Völklingen, Püttlingen, Riegelsberg und Heusweiler (alle Stadtverband Saarbrücken)

Stadtgliederung

Das Stadtgebiet von Saarbrücken ist gemäß § 1 der "Satzung über die Einteilung der Landeshauptstadt Saarbrücken in Stadtbezirke" in die 4 Stadtbezirke Mitte, Dudweiler, West und Halberg gegliedert, wobei der Stadtbezirk Dudweiler eine eigene Bezirksverwaltung hat. In jedem Stadtbezirk gibt es einen Bezirksbeirat und einen Bezirksbürgermeister. Die Bezirksbeiräte sind zu wichtigen, den Bezirk betreffenden Angelegenheiten zu hören. Die endgültige Entscheidung über eine Maßnahme obliegt dann jedoch dem Gemeinderat der Gesamtstadt Saarbrücken. Die Stadtbezirke sind in Stadtteile und diese wiederum in Distrikte untergliedert. Diese Einteilung der Distrikte dient jedoch lediglich statistischen Zwecken.

Die Stadtbezirke mit ihrer amtlichen Nummer sowie deren zugehörige Stadtteile (Siehe auch Liste der Stadtteile von Saarbrücken):

Geschichte

Saarbrücken wird in einer Schenkungsurkunde Kaisers Otto III im Jahre 999 erstmals als Königsburg „castellum Sarabrucca“ erwähnt, die dem Bistum Metz geschenkt wird. An dieser Stelle war aber bereits vorher Siedlung der Mediomatriker. Ab 1120 entsteht die Grafschaft Saarbrücken, in welcher sich in der Umgebung der Burg durch Ansiedlung von Burgmannen, Händlern und Schutzsuchenden die Siedlung Saarbrücken entwickelt. Graf Johann I verleiht Saarbrücken und dem St. Johann jeweils das Stadtrecht. 1353 fällt Saarbrücken an das Haus Nassau (Walramische Linie). Durch Erbteilung entsteht 1355 die Linie Nassau-Weilburg-Saarbrücken und aufgrund deren Teilung 1442 die Linie Nassau-Saarbrücken (ältere Linie).

1574 fällt die Grafschaft Nassau-Saarbrücken durch Erbfall an Weilburg zurück. Dort hatte Graf Philipp III bereits 1526 die Reformation nach lutherischem Bekenntnis eingeführt, die nun auch für Saarbrücken galt. Nach dem Tode Ludwigs II entsteht durch Erbteilung 1629 die Grafschaft Nassau-Saarbrücken (jüngere Linie) neu, die aber bereits 1740 an Nassau-Ottweiler und später an Nassau-Usingen fällt. Der 30-jährige Krieg verheert Saarbrücken fürchterlich, 1637 leben nur noch 70 Menschen in der zerstörten Stadt. Ludwig XIV lässt im Reunionskrieg Saarbrücken niederbrennen, bis auf acht Häuser wird die gesamte Stadt zerstört. Durch Erbteilung entsteht 1735 eine Linie Nassau-Usingen-Saarbrücken, so dass die Stadt wieder Grafensitz wird. Nach dem Regierungsantritt von Wilhelm-Heinrich im Jahr 1741 erlebt die Stadt einen ungeheueren wirtschaftlichen Aufschwung, Steinkohlengruben werden verstaatlicht, Eisenschmelzen entstehen. Ferner entsteht das barocke Residenzschloss Saarbrücken, erbaut von Friedrich-Joachim Stengel und zahlreiche andere Bauten. 1775 wird die Ludwigskirche, eines der bedeutendsten Barockbauten Deutschlands und Wahrzeichen der Stadt Saarbrücken vollendet.

1793 wird die Stadt von französischen Revolutionstruppen besetzt, das Barockschloss geplündert und niedergebrannt. Durch die Friedensschlüsse von Campo Formio und Lunéville 1797/1801 kommt die Grafschaft Saarbrücken zu Frankreich. Mit dem Tode von Fürst Ludwig und Erbprinz Heinrich im Exil stirbt die Linie Nassau-Usingen-Saarbrücken 1797 aus und fällt an Nassau-Usingen.

Im Jahre 1815 kommt das Gebiet an das Königreich Preußen. Dieser bildet im Raum Saarbrücken die Bürgermeisterei Saarbrücken mit den Stadtgemeinden Saarbrücken und St. Johann sowie den Landgemeinden Malstatt, Burbach, Brebach und Rußhütte. Saarbrücken wird Sitz eines Landkreises innerhalb des Regierungsbezirks Trier der Provinz Großherzogtum Niederrhein, die 1822 in der Rheinprovinz aufgeht. Sprachgeschichtlich kommt es zwischen dem Ende des 17. und Mitte des 19. Jahrhundert aufgrund der wechselnden politischen Einflüsse zu einer Verschiebung vom moselfränkischen zum rheinfränkischen Dialekt, schließlich zu einem einheitlichen Stadtdialekt. 1856 wird das Eisenhüttenwerk Burbach in Betrieb genommen. Zwischen 1897 und 1900 wird das Rathaus St. Johann erbaut, welches später das Rathaus der Großstadt Saarbrücken wird.

Durch Vertrag vom 5. Dezember 1908 werden die selbständigen Städte Saarbrücken, St. Johann und Malstatt-Burbach mit Wirkung vom 1. April 1909 zu einer Stadt mit dem Namen "Saarbrücken" vereinigt. Die bisherige Stadt Saarbrücken wird künftig mit der Bezeichnung Alt-Saarbrücken geführt. Die neue Stadt Saarbrücken hat bei ihrer Gründung etwa 105.000 Einwohner und ist damit die fünftgrößte linksrheinische deutsche Großstadt. Gleichzeitig scheidet die Stadt Saarbrücken aus dem Landkreis Saarbrücken aus und wird eine kreisfreie Stadt. Der Streit über den zu wählenden Stadtnamen, Saarbrücken oder St. Johann, führte zu einem im ganzen Deutschen Reich belächelten Skandal. Die Bürgermeister der beiden Städte entschieden die Namensgebung in einem Duell unter Ehrenmänner. Beide überlebten, aber Duelle wurden danach in Deutschland endgültig verboten.

Infolge der Bestimmungen des Friedensvertrags von Versailles im Jahr 1919 wird das Saarland und mit ihm die Stadt Saarbrücken unter die Verwaltung des Völkerbundes gestellt. Durch eine Volksabstimmung im Jahre 1935 entscheidet sich die Bevölkerung wieder für den Anschluss des Saarlandes an Deutschland.

Im Zweiten Weltkrieg wird Saarbrücken durch Bombenangriffe, 2.-4. Oktober 1944, stark zerstört. Im Mai 1945 wird die Stadt wie das gesamte Saarland unter französische Militärregierung gestellt. Zwei Jahre später wird das Saarland ein autonomer Staat mit der Hauptstadt Saarbrücken. Die Bevölkerung lehnt 1955 das Saarstatut ab. Stattdessen wird das Land 1957 zehntes Bundesland (ohne West-Berlin) der Bundesrepublik Deutschland.

Mit der Kreis- und Gebietsreform 1974 wird Saarbrücken um 11 umliegende Städte und Gemeinden vergrößert. Die Einwohnerzahl verdoppelt sich nahezu. Gleichzeitig wird die bislang kreisfreie Stadt mit dem Landkreis Saarbrücken zum Stadtverband Saarbrücken vereinigt. Damit entsteht erstmals in Deutschland ein Kommunalverband besonderer Art, der einem Landkreis vergleichbar ist.

Zum 1. April 2004 tritt der auch in der zweiten Instanz wegen Untreue verurteilte Saarbrücker Oberbürgermeister Hajo Hoffmann zurück, nachdem er bereits im August 2002 von seinem Amt suspendiert wurde. Der Fall sorgte bundesweit für Schlagzeilen, da er für den Bau seines Privathauses Rechnungen für Bauleistungen und die Anlage des Gartens zunächst nicht selbst bezahlte, sondern diese von der städtischen Siedlungsgesellschaft bezahlt wurden.

Eingemeindungen

Ehemals selbständige Gemeinden und Gemarkungen, die in die Stadt Saarbrücken eingegliedert wurden.

Jahr Orte Zuwachs in ha
1896 St. Arnual ?
1. April 1909 Vereinigung der Städte Saarbrücken,
St. Johann und Malstatt-Burbach
?
1. Januar 1960 Gemarkung Eschberg der Gemeinde Scheidt ?
1. Januar 1974 Dudweiler (Stadt) sowie Altenkessel, Bischmisheim,
Brebach-Fechingen (gebildet am 1.1.1959), Bübingen,
Ensheim, Eschringen, Gersweiler, Güdingen,
Klarenthal, Schafbrücke und Scheidt
?

Einwohnerentwicklung

Einwohnerzahlen nach dem jeweiligen Gebietsstand. Volkszählungsergebnisse (¹) oder amtliche Fortschreibungen der jeweiligen Statistischen Ämter beziehungsweise der Stadtverwaltung selbst.
Jahr Einwohnerzahl
1628 4.500
1637 70
1769 2.847
1802 3.110
1840 4.702
1871 7.680
1890 13.812
1900 23.242
Jahr Einwohnerzahl
1910 105.089
16. Juni 1920 115.850
16. Juni 1930 128.850
17. Mai 1939 ¹ 130.772
13. September 1950 ¹ 111.696
6. Juni 1961 ¹ 131.782
27. Mai 1970 ¹ 127.989
Jahr Einwohnerzahl
30. Juni 1975 205.400
30. Juni 1980 193.700
27. Mai 1987 ¹ 188.702
30. Juni 1997 186.700
31. Dezember 2003 181.860
¹ Volkszählungsergebnis

Religionen

Das Gebiet der heutigen Stadt Saarbrücken gehörte anfangs zum Bistum Metz in Lothringen beziehungsweise zum Erzbistum Trier. Die Grenze verlief zwischen Saarbrücken und St. Johann einerseits sowie Malstatt und Burbach andererseits. Im Jahre 1575 führte Graf Philipp III. von Nassau-Saarbrücken die Reformation nach lutherischem Bekenntnis ein. Daher war das heutige Stadtgebiet über viele Jahrhunderte vorwiegend evangelisch. Ab dem 17. Jahrhundert gab es neben lutherischen Gemeinden auch eine reformierte Pfarrei. Nach dem Übergang an Preußen im Jahre 1815 wurde Saarbrücken Teil der späteren Rheinprovinz. Die evangelischen Kirchengemeinden gehören seither - sofern sie nicht Glieder einer Freikirche sind - zur Evangelischen Kirche im Rheinland (Ausnahme: Stadtteil Ensheim, der gehört zur Evangelischen Kirche der Pfalz). Innerhalb dieser gehören sie zum "Kirchenkreis Saarbrücken".

Der erste katholische Gottesdienst im heutigen Stadtgebiet Saarbrückens wurde erst wieder 1680 in einer Notkirche in St. Johann abgehalten. Die erste katholische Pfarrei wurde aber erst 1803 in St. Johann errichtet. Hier stand auch die Kirche, zu der alle Katholiken des heutigen Stadtgebiets gehörten. In Saarbrücken selbst entstand dann erst im Jahre 1885 eine weitere katholische Kirche. Heute gehören die römisch-katholischen Bewohner der Stadt zum Dekanat Brebach-Saarbrücken des Bistums Trier. 2006 wird der Deutsche Katholikentag in Saarbrücken stattfinden.

Politik

Wappen

Innerhalb eines von Schwarz und Silber gestückten Schildbordes unter gespaltenem silbernen Schildhaupt - darin rechts eine rote Rose mit goldenem Samen und grünen Kelchblättern, links schräggekreuzt ein schwarzer Schlägel und ein schwarzes Eisen, unter den Stielenden eine gestürzte schwarze Zange - in Blau ein goldgekrönter, goldbewehrter und rotgezungter silberner Löwe, bewinkelt von vier silbernen Tatzenkreuzen. Die Stadtfarben sind Blau-Weiß.

Die Stadt Saarbrücken, die 1909 durch Vereinigung der Städte Saarbrücken, St. Johann und Malstatt-Burbach entstand, erhielt dieses Wappen im Jahre 1911 durch Kaiser Wilhelm II., wobei das Wappen als Brustschild eines Adlers abgebildet war. Es wurde auch als "Kaiserwappen" bezeichnet. Der Wappenschild allein wurde als "Siegelwappen" bezeichnet. Auch die 1974 durch die Gebietsreform vergrößerte Stadt Saarbrücken entschied sich für die Beibehaltung des historischen Wappens in leicht veränderter Form. Die Wappensymbole wurden aus den Wappen der drei früheren Städte übernommen: Die Rose entstammt dem Wappen von St. Johann, Schlägel, Eisen und Zange entstammen dem Wappen von Malstatt-Burbach und der Löwe entstammt dem alten Saarbrücker Wappen.

Stadtoberhäupter

An der Spitze der Städte Saarbrücken und St. Johann standen über die Jahrhunderte Gerichtsleute, die vom Landesherr zum Teil zum "Meier" und zu "Heimburgen" ernannt wurden. Sie übten mit den Schöffen das Gericht über die Stadt aus. Beide Städte erledigten ihre Amtsgeschäfte relativ autonom, doch gab es auch eine gemeinsame Behörde. Später nannte sich der Ortsvorsteher von Saarbrücken "Meier", der von St. Johann ab 1458 "Bürgermeister", deren Ämter ab dem 17. Jahrhundert jährlich wechselten. Ab 1689 gab es anstelle des Meiers in Saarbrücken einen Oberamtmann, ab 1724 einen Stadt- und Oberschultheiß und gegen Ende des 18. Jahrhunderts einen Stadtamtmann. Mit der französischen Besetzung der Stadt wurde 1799 die Munizipalverfassung eingeführt. Beide Städte bildeten forthin eine politische Gemeinde, zu dessen Kanton 1800 auch die Orte Malstatt und Burbach zugeschlagen wurde. Innerhalb des Kantons wurde die Mairie (später Bürgermeisterei) Saarbrücken geschaffen. Ihr gehörten die Städte Saarbrücken und St. Johann sowie die Dörfer Malstatt, Burbach, St. Arnual, Brebach, Güdingen, Fechingen, Bischmisheim, Gersweiler und Klarenthal an. Nach dem Anschluss an Preußen wurde die Municipalverfassung zunächst noch beibehalten, doch erhielt der Maire künftig die Bezeichnung Oberbürgermeister, ab 1819 Bürgermeister. In Saarbrücken und St. Johann wurde 1859 die preußische Städteordnung eingeführt. St. Johann hatte bereits seit 1820 vergeblich versucht, sich aus der Bürgermeisterei Saarbrücken zu lösen, was schließlich 1862 genehmigt wurde. Da jedoch die Städte so dicht beieinander lagen, versuchte man ab 1905 erneut eine Fusion, die dann zum 1. April 1909 erreicht werden konnte.

Die Stadtoberhäupter von Saarbrücken seit 1909:

Städtepartnerschaften

Saarbrücken unterhält mit folgenden Städten eine Städtepartnerschaft: Außerdem hat Dudweiler eine Partnerschaft mit St. Avold, Frankreich, und Altenkessel mit Coucy-le-Chateau-Auffrique, Frankreich.

Wirtschaft und Infrastruktur

Verkehr

Saarbrücken beginnen folgende Bundesautobahnen: in Richtung Osten die A 6 (nach Waidhaus), in Richtung Nordwesten die A 623 (zum Dreieck Friedrichsthal), nach Südosten und Nordwesten die A 8 (Bad Reichenhall - Perl) und in Richtung Norden die A 1 (nach Oldenburg in Holstein). Folgende Bundesstraßen führen durch das Stadtgebiet: B 40 (Richtung Kaiserslautern), B 41 (Richtung Ingelheim), B 51 (Richtung Bremen), B 268 (Richtung Lebach und Augsburg) und B 405 (Richtung Perl).

Ein Problem stellt die Bundesautobahn A 620 (nach Saarlouis), die die Stadt entlang der Saar durchschneidet, dar: Neben einer starken Lärmbelastung kommt es regelmäßig zu ihrer Überflutung, was den weitgehenden Zusammenbruch des Individualverkehrs nach sich zieht.

Saarbrücken ist Eisenbahnknotenpunkt mit Grenzübergang nach Frankreich und Rangierbahnhof.

Den öffentlichen Personennahverkehr ÖPNV versorgen eine Stadtbahnlinie und mehrere Buslinien der Saarbahn GmbH, welche 1997 als Schienenverkehrsunternehmen gegründet wurde. Seit 2002 führt sie auch die Geschäfte der bisherigen "Gesellschaft für Straßenbahnen im Saartal".

Außerdem gibt es in Saarbrücken einen Flughafen im Stadtteil Ensheim.

Ortsansässige Unternehmen

In Saarbrücken sitzt ein großes Callcenter von AOL und eines vom Heine-Versand. Außerdem ist dort das juristische Informationssystem Juris beheimatet. Cirrus Airlines sitzt am Flughafen Saarbrücken. IDS Scheer AG hat ihren Sitz in Saarbrücken-Burbach. ZF Getriebe GmbH an der "Goldenen Bremm", einem ginsterreichen ("goldenen") Tal im Süden der Stadt, fertigt mit weit über 5.000 Beschäftigten Automatik-Getriebe für nahezu alle europäischen Automobilhersteller. Halberg-Guß GmbH in Saarbrücken-Brebach fertigt Gussteile, vor allem Kurbelgehäuse und Kurbelwellen, für den europäischen PKW- und Nutzfahrzeugmarkt. Die SAARSTAHL AG erzeugt mit etwa 600 Mitarbeitern in ihrem Werk Saarbrücken-Burbach Draht für den europäischen Markt. Das Unternehmen Saint Gobain Gußrohr, früher ein Gemeinschaftsunternehmen mit Halberg-Guß, erzeugt Rohre aus Gusseisen. Die Kanalisation z.B. von Ankara(Türkei), stammt von hier.

Medien

Der Saarbrücker Halberg ist Sitz des Saarländischen Rundfunks (SR), eine der kleinsten Landesrundfunkanstalten Deutschlands mit dem Rundfunk-Sinfonieorchester Saarbrücken; er verleiht jährlich die Goldene Europa. Daneben sendet auch der private Rundfunksender Radio Salü aus der Landeshauptstadt.

Als privater Fernsehsender speist Saar TV fünf Stunden täglich sein Programm von Saarbrücken aus in das Kabelnetz des Saarlandes ein.

Als Tageszeitung erscheint die "Saarbrücker Zeitung" und als Wochenzeitung der "Wochenspiegel Saarbrücken", der kostenlos an alle Haushalt verteilt wird. Seit Ende 2004 erscheint vierzehntäglich eine Ausgabe des Jugendmagazins Potato.

Die Saarbrücker Zeitung begann zudem Ende März mit der Herausgabe einer täglichen Zeitung im Tabloid-Format: 20 cent. Daraufhin kündigte die Bild-Zeitung an, im Saarland die Regionalberichterstattung drastisch zu verstärken und brachte die regionalisierte "BILD Saarland" auf den Markt; auch "Die Welt" reagierte und brachte eine für das Saarland regionalisierte Ausgabe der "WELT KOMPAKT" auf den saarländischen Zeitungsmarkt.

Behörden

Neben den zahlreichen Dienststellen der Landesministerien, des Stadtverbandes und der Stadt bestehen in Saarbrücken unter anderem noch folgende Behörden:

Gerichte

Saarbrücken ist Sitz des Verfassungsgerichtshof des Saarlandes. Neben dem Saarländischen Oberlandesgericht gibt es in der Stadt auch ein Land- und ein Amtsgericht.

Bildung und Forschung

Darüber hinaus verfügt Saarbrücken als Großstadt über alle schulischen und vorschulischen Bildungseinrichtungen.

Kultur und Sehenswürdigkeiten

Theater

Das Gebäude des Staatstheaters wurde 1937/38 erbaut. Das nationalsozialistische Regime stiftete die Spielstätte als "Belohung" für das Abstimmungsergebnis 1935, mit dem sich das Saarland für die Angliederung an das Deutsche Reich entschied. (siehe Abschnitt Geschichte) Trotz der zwiespältigen Vergangenheit ist das Theater am Ufer der Saar ein markanter Teil des Stadtbildes und das Ensemble genießt einen guten Ruf. Aufgrund starker Sparmaßnahmen im Kulturhaushalt des Landes sehen viele die Qualität der Einrichtung bedroht, was heftige Diskussionen ausgelöst hat. Zur Erhöhung der Einnahmen wird deshalb seit einigen Wochen auf jede verkaufte Eintrittskarte ein sogenannter "Theatereuro" erhoben.

Orchester und Chöre

Museen

Bauwerke

Sonstige Sehenswürdigkeiten

Regelmäßige Veranstaltungen

Sport

Bekanntester Fußballverein Saarbrückens und des Saarlands ist der 1. FC Saarbrücken. Er spielte insgesamt 5 Spielzeiten in der Bundesliga: 1963/64, 1976-1978, 1985/86 und 1992/93. Austragungsort der Heimspiele ist das Ludwigsparkstadion.

Der ATSV Saarbrücken spielte in den 1980er und zu Beginn der 1990er Jahre in den Tischtennis-Bundesligen der Damen und Herren und wurde mehrfach Deutscher Mannschaftsmeister.

Die Saarland Hurricanes spielen seit 2000 in der 1. Bundesliga der German Football League (GFL).

Der Saarländische Fußballverband ist ebenso wie der Saarländische Turnerbund und viele weitere Sportfachverbände in Saarbrücken in der Hermann-Neuberger-Sportschule angesiedelt. Diese wird vom Landessportverband für das Saarland betrieben.

Persönlichkeiten

Ehrenbürger

Die Stadt Saarbrücken bzw. die heute zu Saarbrücken gehörigen ehemaligen Städte und Gemeinden haben folgenden Personen das Ehrenbürgerrecht verliehen (Auflistung chronologisch nach Verleihung): Außerdem waren Adolf Hitler (Führer und Reichskanzler), Dr. Wilhelm Frick (Reichsinnenminister), Dr. Joseph Goebbels (Reichspropagandaminister), Hermann Göring (Reichsmarschall), Josef Bürckel (Gauleiter und Reichsstatthalter) und Dr. Fritz Todt (Reichsminister für Bewaffnung und Munition) Ehrenbürger von Saarbrücken. Diese Personen wurden auf Beschluss des Stadtrats vom 3. April 2001 aus der Liste der Ehrenbürger gestrichen.

Söhne und Töchter der Stadt

Sonstige Persönlichkeiten:

Literatur

Weblinks



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