Publius Petronius Niger
| Inhaltsverzeichnis |
|
2 Leben und Werk 3 Nachleben |
Name
Die spärlichen antiken Quellen geben verschiedene Namen an, sodass die Wiederherstellung des eigentlichen Namens nicht ganz einfach ist.Handschriftlich sowie auf Wachstäfelchen aus Herculaneum überliefert sind T. Petronius, T. Petronius Niger, C. Petronius, C. Petronius Arbiter und Petronius Arbiter.
Hierbei sind die Schwankungen beim Vornamen nicht ungewöhnlich, da diese im Latein stets abgekürzt geschrieben wurden, dadurch im Laufe der Überlieferung auch leicht Abschreibfehler auftreten konnten, und zudem die Vornamen im 1. Jahrhundert bereits abzusterben begannen. Nun findet sich auf einer in Altgriechisch verfassten Inschrift aus Ephesus die Namensform Ποπλίω Πετρωνίω Νίγρω Publio Petronio Nigro (Dativ Singular), deren - ausgeschriebenes - Zeugnis klar für Publius spricht.
Auch das Cognomen Niger ist durch diese inschriftlichen Funde gesichert. Die im Spätlatein zum Teil belegte Form Arbiter, die sich auch in moderner Zeit hartnäckig als Cognomen hält, ist offensichtlich der irrtümlich als Cognomen aufgefasste Beiname.
Leben und Werk
Durch seinen mit großem Aufwand betriebenen Müßiggang galt er am Hofe Neros als "Schiedsrichter des feinen Geschmacks" (arbiter elegantiae). Dass dieser Müßiggang allerdings nur eine Facette seines Lebens - und vielleicht auch nicht einmal authentisch - war, bewies er als energischer Prokonsul von Bithynien im Jahre 62 sowie dann als Consul.Obwohl die Verfasserfrage nicht ganz geklärt ist und in zeitgenössichen Quellen keine Rede davon ist, dürfte der satirische Roman Satyrica, von dem Teile erhalten sind, von Petronius verfasst worden sein. Darauf deuten die zahlreichen Anspielungen auf Personen und Ereignisse, von denen keine jünger ist als die 60-er Jahre des 1. Jahrhunderts.
Vom Prätorianerpräfekten Tigellinus wohl aus Neid der Teilnahme an der Pisonischen Verschwörung gegen Kaiser Nero beschuldigt, kam Petronius einer Verurteilung zuvor. Seinen Freitod inszenierte er auf betont lockere Art und gleichsam als Gegenteil des Philosophentodes von Seneca und schnitt sich die Pulsadern auf; das Testament enthielt keine Lobhudeleien an den Kaiser, sondern eine detaillierte Schilderung von Neros neuesten Lastern, auch warf er dem Kaiser "Krämergeist" vor.
Nachleben
Die Figur des Petronius wurde aus den spärlichen antiken Nachrichten im Roman Quo Vadis von Henryk Sienkiewicz und danach z. B. in der Verfilmung von Mervyn LeRoy (1951) rekonstruiert.
Die Anzeige der folgenden Tabelle (und dieser Hinweistext) werden in einigen Tagen ausgeschaltet – bitte nicht löschen!
Zur Erklärung siehe Wikipedia:Personendaten.
| Personendaten | |
|---|---|
| NAME | {} |
| ALTERNATIVNAMEN | {-} |
| KURZBESCHREIBUNG | {} |
| GEBURTSDATUM | {} |
| GEBURTSORT | {} |
| STERBEDATUM | {-} |
| STERBEORT | {-} |