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Nullmeridian

Der Nullmeridian ist ein senkrecht zum Äquator stehender und von Nord- zu Südpol verlaufender Halbkreis, von dem aus die geographische Länge gerechnet wird. Er verläuft seit 1884 durch die Sternwarte in Greenwich und hat einen Umfang von 40.007.863 m.

Die Festlegung des Nullmeridians erfolgte willkürlich, prinzipiell könnte er auch durch jeden anderen Ort laufen. So waren bis ins 19. Jahrhundert auch zahlreiche nationale Systeme in Gebrauch. In Frankreich lief der Nullmeridian zum Beispiel durch Paris.

Mit dem zunehmenden internationalen Reiseverkehr wurde jedoch eine Vereinheitlichung der bestehenden Systeme notwendig. Zudem wurde es immer wichtiger, eine genaue internationale Zeit (Weltzeit) zur Verfügung zu haben.

Auf der Internationalen Meridian Konferenz im Oktober 1884 in Washington, D.C mit Vertretern aus 25 Nationen wurde deshalb der von Sir George Biddell Airy bereits 1851 festgelegte Meridian als Basis des internationalen Koordinatensystems eingeführt. Die mittlere Sonnenzeit am Nullmeridian wurde maßgeblich für die Weltzeit (GMT), die erst 1972 durch die koordinierte Weltzeit (UTC) abgelöst wurde.

Historisches

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