Nußdorf (Pfalz)
Haupterwerbszweig ist der Weinbau mit etwa 500 ha Rebfläche. Daneben finden sich auf der Gemarkung etwa 30 Ölförderstellen des Landauer Ölfeldes.
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2 Wappen 3 Sehenswürdigkeiten 4 Weblinks |
Geschichte
Nußdorf wird erstmals 802 im „Codex Diplomaticus Fuldensis“, dem Rechtsbuch des Klosters Fulda, erwähnt. Während des Mittelalters gehört das Dorf zu verschiedenen Herrschaften, bis es Johann von Heydeck, der Besitzer der Herrschaft Madenburg, 1508 an die Reichsstadt Landau verkauft.
Am 23. April 1525, dem Kirchweihmontag, bricht in Nußdorf ein Bauernaufstand aus, der sich zum Pfälzischen Bauernkrieg entwickelt. Am gleichen Tag wird von Nußdorfer Bauern ein Gut des Klosters Eußerthal geplündert. Bis zur Niederschlagung des Bauernaufstandes in der Schlacht bei Pfeddersheim am 24. Juni 1525 plündert der „Nußdorfer Haufen“ zahlreiche Burgen und Klöster und die zugehörigen Güter in der Südpfalz.
Nach dem Dreißigjährigen Krieg kommt das fast völlig entvölkerte Nußdorf gemeinsam mit Landau unter französische Oberhoheit. Während der vier Belagerungen Landaus im 18. Jahrhundert wird Nußdorf wiederholt geplündert.
Nach dem die Pfalz 1816 an Bayern fällt, wird Nußdorf endgültig aus dem Landauer Besitz entlassen und selbständige Gemeinde. 1972 wird das Dorf dann wieder nach Landau eingemeindet.
Wappen
Das Wappen von Nußdorf zeigt einen goldenen Walnusszweig auf grünem Grund. Es wird seit dem 15. Jahrhundert verwendet, wurde aber erst 1844 genehmigt.
Sehenswürdigkeiten
- Bauernkriegshaus von 1671 mit Heimatmuseum
- Protestantische Pfarrkirche von 1280 mit gotischen Chor, barockem Schiff und klassizistischem Turm; dort ein eingemauerter römischer Viergötterstein
Weblinks