Muhammad Husni Mubarak
Nach der Militärlaufbahn als Kampfflieger wurde er 1969 Stabschef und später Oberbefehlshaber der Luftwaffe. Mubarak kämpfte im Oktoberkrieg 1973 als Generalleutnant und wurde im April 1975 Vizepräsident. Anwar as-Sadat schickte ihn 1979 zu den Friedensgesprächen mit Israel. Nach der Ermordung Sadats wurde Mubarak am 14. Oktober 1981 Staats- und Ministerpräsident Ägyptens. Seit dem regiert er Ägypten im Ausnahmezustand. Im Januar 1982 gab er das Amt des Ministerpräsidenten ab.
Die Rolle Ägyptens war nach der Annäherung an Israel durch Sadat in der arabischen Welt geschwächt. Unter Hosni Mubarak konnte Ägypten seine alte Führungsrolle innerhalb der arabischen Welt wieder zurück erlangen, ohne die pragmatische Haltung Ägyptens im Friedensprozess des Nahen Ostens zu verlassen.
Husni Mubarak regiert autokratisch und stützt sich auf die Vertreter der „Dschil al-auktobr“ („Oktobergeration“). Die Basis der Macht ist bis heute die Armee, die sich als Bewahrerin der nationalen Identität, der Unabhängigkeit und der Stabilität versteht.
Hosni Mubarak sucht seit seinem Amtsantritt ein Gleichgewicht zwischen den Ideologien und sozialen Gruppen herzustellen und auf diese Weise sein Regime zu festigen. Um sich aus den ideologischen Fängen des Islamismus zu befreien, erklärte er Demokratie und Pluralismus zu Zielen seiner Regierung.
In seinen ersten Regierungsjahren erweiterte er den Spielraum der Opposition in Presse und Parlament beträchtlich. Gleichzeitig hielt Mubarak die Allianz mit den konservativen Geistlichen der Azhar-Universität aufrecht, weil er auf ihren mässigenden Einfluss zählte.
In den letzten Jahren besann sich das Regime auf das nasseristische Erbe.
Dank der Rückgewinnung der zentralen Rolle Ägyptens in der arabischen Welt gewann es an Glaubwürdigkeit. Wie wichtig die nationalistische Position ist, kann an der öffentlichen Begeisterung gemessen werden, wenn sich Mubarak einmal kritisch über die Vereinigten Staaten oder feindselig gegenüber Israel äussert.
Innenpolitisch konzentriert sich die Regierung auf die Belebung der Wirtschaft um die sozialen Probleme des Landes angehen zu können. Der sich gegen die Modernisierungspolitik regende Widerstand radikaler Islamisten der Muslimbruderschaft wird unterdrückt. Allerdings kam es seit den neuziger Jahren wiederholt zu Terroranschlägen islamistischer Extremisten gegen den Tourismus, Kopten und staatliche Amtsträger u.a. Mubarak selbst (1994, 1996).
20.11.2003 „30 Minuten der Sorge“ - Während einer Ansprache im Parlament erlitt Mubarak vor Millionen von Fernsehzuschauern einen Schwächeanfall und wurde ohnmächtig.
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Zur Erklärung siehe Wikipedia:Personendaten.
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