Maximilian I. (HRR)
Maximilian I. von Habsburg (* 22. März 1459 in Wiener Neustadt; † 12. Januar 1519 in Wels, Oberösterreich) war Kaiser des Heiligen Römischen Reiches Deutscher Nation.
| Inhaltsverzeichnis |
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2 Maximilians Wirken 3 Nachkommen 4 Literatur |
Leben
Maximilian wurde in Wiener Neustadt als Sohn Kaiser Friedrichs III geboren. 1477 heiratete er die Tochter Karls des Kühnen, Maria, Erbin von Burgund. Nach dem Tod seiner Frau fiel Maximilian und seinem Sohn Philipp dem Schönen die Niederlande und Franche-Comté, während Frankreich sich das eigentliche Burgund einverleibte. Philipp heiratete auf Betreiben Maximilians später die Infantin von Spanien, Johanna die Wahnsinnige. Damit begann der habsburgisch-französische Gegensatz, der die europäische Geschichte für die nächsten 250 Jahe prägen sollte.1462 und 1463 kam er als 4jähriger zwischen die Fronten bei den Auseinandersetzungen zwischen seinem Onkel Albrecht VI und seinem Vater Friedrich III in Wien. Wien öffnete damals Albrecht die Tore, obwohl der Kaiser in der Stadt war und Albrecht sein erklärter Feind und Gegner gewesen ist. Sie feierten ihn als neuen Befehlshaber und Heilsbringer für die Stadt und belagerten gemeinsam mit Albrecht die Hofburg und beschossen sie tagelang mit Kanonen. Maximilian verzieh das Wien nie wieder. Und so war er trotz der Tatsache, dass Wien seine Geburtsstätte und Reichshauptstadt war, nur selten dort anzutreffen. Er fand seine Residenz eher in Wr. Neustadt.
1486 wurde Maximilian noch zu Lebzeiten seines Vaters zum Rex Romanorum gewählt. Nach dessen Tod trat er 1493 die alleinige Herrschaft an. Im folgenden Jahr marschierte Frankreich in Italien ein. Dies hatte die lang anhaltenden Italienischen Kriege zur folge, die erst Maximilians Enkel Karl V, zu Gunsten der Habsburger-Dynastie entscheiden konnte.
1495 initiierte Maximilian eine umfassende Reichsreform, die einen Ewigen Landfrieden und eine reichsweite Steuer, den Gemeinen Pfennig vorsah. Die komplexen Strukturen des Heiligen Römischen Reiches Deutscher Nation konnte die Reform jedoch nicht aufbrechen. Von den Institutionen, die aus ihr hervorgingen, hatten die Reichskreise und das Reichskammergericht Bestand.
, von Petrus Almaire (um 1515).
1508 nahm Maximilian mit Zustimmung des Papstes aber ohne Krönung in Rom die Kaiserwürde an. Er nannte sich von da an "Erwählter Römischer Kaiser".
Um den wachsenden Druck, der durch Verträge der Herrscher Frankreichs, Polens, Ungarns, Böhmens und Russlands auf dem Reich lastete, zu vermindern, aber auch Böhmen und Ungarn für Habsburg zu sichern, traf sich Maximilian 1515 mit den jagiellonischen Königen Wladislaw II von Ungarn und Böhmen und Sigismund I von Polen in Wien. Die dort arrangierten Hochzeiten brachten Habsburg ein Jahrzehnt später die Königswürde über Ungarn und Böhmen ein. Maximilians Nachfolger als Kaiser war sein Enkel Karl V., sein Sohn Philipp war bereits 1506 gestorben. Zur Erzieherin seiner Enkel und Regentin über die Niederlande hatte Maximilian I. seine Tochter Margarete von Österreich berufen, die dieser Aufgabe mit sicherem Instinkt nachkam.
Sein Grabmal in der Hofkirche in Innsbruck blieb unvollendet.
Maximilians Wirken
Maximilian machte sich um die Förderung des Geisteslebens in seinem Reich verdient; er setzte sich für den Humanismus ein und brachte die Künste voran. Er gab auch poetische Werke heraus, die von ihm konzipiert waren und von Mitarbeitern gestaltet wurden. Der Theuerdank allegorisiert Maximilians Brautwerbung, der Weißkunig (unvollendet) berichtet von seinen Taten bis 1513 und der nur als Plan vorhandene Freydal von seinen Turnieren.Maximilian wird oft als "der letzte Ritter" bezeichnet.
Wohl vermittelt über Willibald Pirckheimer trat Maximilian 1512 zu Albrecht Dürer in Verbindung; ab 1515 erhielt Dürer eine jährliche Rente von 100 Gulden vom Kaiser.
Sein Leibarzt war seit 1514 Paul Ritz, ein gelehrter Humanist und Kabbalist.
Nachkommen
Erste Ehe: Maximilian heiratete Maria von Burgund (1457-1482).
- Philipp I (1478-1506) - verheiratet mit Johanna von Kastilien, dadurch König von Spanien
- Margarete von Österreich (1480-1530) - verheiratet mit Don Johann, Prinz von Aragon
Literatur
- Bernd Schneidmüller/Stefan Weinfurter (Hrsg.): Die deutschen Herrscher des Mittelalters, Historische Porträts von Heinrich I. bis Maximilian I., Verlag C.H. Beck : München 2003
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Zur Erklärung siehe Wikipedia:Personendaten.
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