Mauretanien
| +Al-Jumhuriyah al-Islamiyah al-Muritaniyah République Islamique de Mauritanie Islamische Republik Mauretanien |
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| Wahlspruch: "Honneur, Fraternité, Justice" frz, "Ehre, Brüderlichkeit, Gerechtigkeit" | ||||||
| Amtssprache | Arabisch | |||||
| Hauptstadt | Nouakchott | |||||
| Staatsform | Islamische Republik | |||||
| Staatsoberhaupt | Maaouya Ould Sid'Ahmed Taya | |||||
| Premierminister | Sghaïr Ould M'Bareck | |||||
| Fläche | 1.030.700 km² | |||||
| Einwohnerzahl | 2.998.563 (Stand Juli 2004) | |||||
| Bevölkerungsdichte | 2,9 Einwohner pro km² | |||||
| Unabhängigkeit | von Frankreich am 28. November 1960 | |||||
| Währung | Ouguiya | |||||
| Zeitzone | UTC | |||||
| Nationalhymne | ||||||
| Kfz-Kennzeichen | RIM | |||||
| Internet-TLD | .mr | |||||
| Vorwahl | +222 | |||||
Nationalfeiertag: 28. November
Mauretanien war bis 1960 französische Kolonie.
Die Grenze zum Staat Senegal bildet der Senegalfluss, ein Beispiel einer unglücklichen Grenzziehung durch die europäischen Kolonisatoren, da auf beiden Seiten des Flusses vielfach die gleichen Volksgruppen leben. Es findet ein reger Austausch statt.
Der Staat gliedert sich in 12 Regionen und den Hauptstadtdistrikt.
Siehe auch: Liste der Städte in Mauretanien
| Inhaltsverzeichnis |
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2 Sprache und Bevölkerung 3 Wirtschaft 4 An- und Einreise |
Geschichte
Das Land wurde nach dem Volk der Mauren benannt, die in der Antike in Marokko und dem westlichen Algerien das Königreich Mauretanien begründeten. Die Mauren waren es auch, die unter Tariq ibn Ziyad (Dschebel el Tarik = Gibraltar) nach Spanien übersetzten und das maurische Spanien ins Leben riefen. Mauretanien war ein Land des Übergangs zwischen den zahlreichen Völkerschaften Nordafrikas, der Sahara und des Sahels, welches vor allem durch den Transsaharahandel seine Bedeutung gewann. Diverse Sultanate und Emirate bildeten dort eine kulturelle Einheit, die sich heute in der Kultur und der Bekleidung widerspiegelt. Da die Küste unzugänglich war und den Europäern keine Bodenschätze im Land bekannt waren, konnten die Völker bis zum Anfang des 20. Jahrhunderts ihre Unabhängigkeit behaupten. Erst nachdem am Ende des 19. Jahrhunderts der Widerstand der Stämme u.a. unter Muhammad asch-Schingiti gebrochen werden konnte wurde Mauretanien 1904 Kolonie als Teil von Französisch-Westafrika. Allerdings mussten bis 1934 Aufstände der Stämme bekämpft werden. Am 28.11.1960 wurde Mauretanien unter Ould Daddah unabhängig. seine autoritäre Herrschaft wurde erst 1978 gestürzt. Unter Daddah besetzte Mauretanien 1975 den Süden von Westsahara, aus der es sich aber 1979 wieder zurückzog. Da Marokko zur gleichen Zeit den Norden besetzt hielt, gab es dort heftige Reibereien. Nach mehreren Umstürzen kam 1984 Sid Ahamad Taya an die Regierung. Schwere Rassenunruhen im Jahre 1989 führten zur Einführung der islamischen RechtsprechungSprache und Bevölkerung
Offizielle Landessprache ist Arabisch, Nationalsprachen sind Arabisch, Pular ( Peul ), Soninké und Wolof. Französisch wird weitgehend als Arbeitssprache verwendet. Die Mauren sind ein aus den Ethnien der Sahara hervorgegangenes Volk, das sich selber so bezeichnet -Mour/Maure- und früher als Synonym für Afrikaner (Mohren) verwendet wurde. Bevölkerung besteht aus Peul unter ihnen die Tukulor, Mauren, Wolof und Soninke. Diese bezeichnen sich jedoch teilweise selber ebenfalls als Mauren.
Hervorzuheben ist, daß die schwarzen Bevölkerungsteile von den hellhäutigeren Mauren seit dem Amtsantritt von Sid Ahamad Taya unterdrückt werden, was zu den ethnisch begründeten Unruhen von 1989 führte. Seitdem scheint sich die Situation langsam zu verbessern.
Wirtschaft
Der wichtigste Industriezweig Mauretaniens ist der Abbau von Eisenerz. Die Eisenbahnlinie, die von einer Mine im Norden des Landes quer durch die Sahara zur Hafenstadt Nouadhibou führt, ist die wichtigste Verkehrsverbindung des Landes. Der hier verkehrende Zug war lange Zeit der längste und schwerste der Welt. Über 200 Waggons werden von bis zu vier Lokomotiven gezogen. Die Ladung: bis zu 21.000 Tonnen Eisenerz. Heute verkehrt der längste und schwerste Zug zwischen der Erzmine Roper Bar und dem Verladehafen Port Hedland in Western Australia. Der größte Feind der Bahnstrecke ist der Sand. Alle hundert Kilometer ist ein Versandungstrupp stationiert, dessen Aufgabe es ist, die vom Sand zugeschütteten Gleise wieder freizuschaufeln. Der Sand ist so aggressiv, dass die Gleise und auch die Verschleißteile des Zuges nur 1/6 der Lebenszeit haben.
Exportiert werden außerdem Fisch und Fischprodukte.
An- und Einreise
Mauretanien ist am Landweg vom Norden am einfachsten über Marokko und die besetzte Westsahara zu erreichen. Die Fahrtstrecke beträgt ab der französischen Grenze bis Nouadhibou etwa 6000 km und ist in ca. 10 Tagen zu bewältigen. Mit Ausnahme eines kleinen Teilstückes zwischen der marokkanischen Grenze und Nouadhibou ist die gesamte Anreisestrecke asfaltiert; für dieses sollte man jedoch Wüstenerfahrung mitbringen. Die Weiterfahrt nach Nouakchott ist auf einer teilasfaltierten Piste möglich, für diese gilt Navigations- und Wüstenerfahrung. Die Weiterreise von Nouakchott in den Senegal gestaltet sich problemlos.
Einreisebestimmungen
EU-Bürger benötigen für Mauretanien einen gültigen Reisepass sowie ein Visum. Visa erhält man an der Botschaft von Mauretanien, Berlin für etwa 21 EUR, im Mauretanischen Konsulat in Casablanca für etwa 20 EUR (200 DH) oder an der Mauretanischen Grenze für etwa 50 EUR. Bei der Anreise mit dem Auto wird dieses an der Grenze in den Pass eingetragen. Der Eintrag kostet 10 EUR (quittiert).
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