Luitpold von Bayern
Luitpold von Bayern wurde in Würzburg als fünftes Kind des Königs Ludwig I. von Bayern und der Prinzessin Therese von Sachsen-Hildburghausen geboren. Seine Geschwister waren Maximilian (*1811), der spätere König Maximilian II. von Bayern (der Friedliebende), Mathilde (*1813), Otto (*1815), der spätere König Otto I. von Griechenland, Theodolinde (*1816), Adelgunde (*1823), Hildegard (*1825), Alexandera (*1826), spätere Äbtissin in München St. Anna, und Adalbert (*1828).
Luitpolds Militärlaufbahn begann schon mit 14 Jahren und sein Vater machte ihn 1835 zum Hauptmann der Artillerie. Er brachte es in den folgenden Jahren zum Generalmajor, Armeekommandanten, Feldzeugmeister und schließlich 1869 zum Generalinspekteur der Armee.
Luitpold unternahm ausgedehnte Auslandsreisen und lernte so seine spätere Frau Prinzessin Augusta von Österreich, die Tochter des Großherzogs von Toskana, kennen. Beide heirateten am 15. April 1844 in Florenz.
Nachdem sein Neffe, König Ludwig II, am 9. Juni 1886 entmündigt worden war, regierte Luitpold als dritter Sohn von Ludwig I für seinen geisteskranken Neffen Otto I als Prinzregent und zählt damit zur Königslinie des Hauses der Wittelsbacher. Die eigentliche Herrschaft lag dabei jedoch bei seinen Ministern. Er war Prinzregent vom 10. Juni 1886 bis zum 12. Dezember 1912).
Im Laufe seiner fünfundzwanzigjährigen Regentschaft hat es der Prinzregent mit Bescheidenheit, Tüchtigkeit und vor allem durch Volkstümlichkeit verstanden, das anfängliche Unbehagen seiner Untertanen zu überwinden. Diese Prinzregentenjahre wurden schließlich zu einem goldenen Zeitalter Bayerns, auch wenn man dem König Ludwig II. weiterhin nachtrauerte - was in einer folkloristischen nostalgischen Weise bis heute geschieht.
Prinz Luitpold liebte die Malerei. Er wurde als Kind von dem bedeutenden Architekturmaler Domenico Quaglio unterrichtet. Infolgedessen brach in München eine fruchtbare Zeit für die bildenden Künste an. Der deutsche Jugendstil bekam hier ab 1896 seinen Namen, in der nicht nur die Meister der alten Schule, sondern auch die moderne und engagierte Kunst ihren Platz bekamen.
Aber vor allem liebte er die Natur und die Berge. Für Berg und Wald schwärmte Luitpold wie seine Brüder für Kunst und Hellenismus. Schon früh begann er mit seinem leidenschaftlichen Hobby, der Jagd. Bei vielen Jagden nicht nur im Allgäu war er ein gern gesehener Gast, und Oberstdorf machte er sogar zu seiner offiziellen Hofjagd. Luitpold war oberster Jagdherr von über 130.000 Hektar königlicher Leibgehege, ca. 15% des Staatswaldes. Das Jagdjahr sah ihn in ganz Bayern, vom Spessart über Ingolstadt und München ins oberbayerische und Allgäuer Gebirge. Dort in Oberstdorf spendete er den Kindern an seinem Geburtstag nicht nur einen schulfreien Tag, sondern auch jedem Kind eine Semmel mit Wurst und - man höre und staune - jedem Kind ab dem 3. Schuljahr einen Schoppen Bier. Eine Biersorte wurde auch nach ihm benannt.
| Inhaltsverzeichnis |
|
2 Sonstiges 3 Weblinks |
Nachkommen
Die gemeinsamen Kinder von Luitpold und Augusta waren:- Ludwig III (1845-1921), König von Bayern
- Leopold (1846-1930), Generalfeldmarschall
- Therese (1850-1925)
- Arnulf (1852-1907)
Sonstiges
Die Prinzregententorte wurde Luitpold von Bayern gewidmet und ist nach ihm benannt.Weblinks
- http://www.oberstdorf-online.info/personen/luitpold_prinz/index.htm
- http://gw.geneanet.org/index.php3?b=hwember1&lang=de;p=luitpold;n=von+bayern Stammbaum der Wittelsbacher
Die Anzeige der folgenden Tabelle (und dieser Hinweistext) werden in einigen Tagen ausgeschaltet – bitte nicht löschen!
Zur Erklärung siehe Wikipedia:Personendaten.
| Personendaten | |
|---|---|
| NAME | {} |
| ALTERNATIVNAMEN | {-} |
| KURZBESCHREIBUNG | {} |
| GEBURTSDATUM | {} |
| GEBURTSORT | {} |
| STERBEDATUM | {-} |
| STERBEORT | {-} |